eine Gruppe schnitzt auf einem Parkplatz Eiskulpturen

Workshops als Teamevent

Einen Workshop als Teamevent planen. Der Beitrag liefert Ideen und hilft bei der Einordnung sowie bei Auswahl und Vorbereitung.

Weisst du, welche Talente in eurem Team stecken, die im Arbeitsalltag nie sichtbar werden? Oder ob du selbst Fähigkeiten hast, von denen bisher niemand etwas weiss, vielleicht nicht einmal du selbst?

Ein Workshop als Teamevent fordert euch in verdaubarem Umfang heraus und ermöglicht es, gemeinsam neue Tätigkeiten, Aktivitäten oder Methodiken auszuprobieren.

In diesem Beitrag erfährst du, was einen Workshop als Teamevent ausmacht, wann er sich eignet und welche Ziele damit verfolgt werden können. Zudem erhältst du einen Überblick über verschiedene Workshop-Arten für Teams sowie Hinweise dazu, wie sich ein passender Workshop auswählen lässt und worauf bei Planung und Ausgestaltung zu achten ist.

Dieser Beitrag richtet sich an Personen, die einen Teamevent organisieren sollen und prüfen möchten, ob ein Workshop für ihr Team eine sinnvolle Option ist. Er dient zur Orientierung und zur Entscheidungsfindung im organisatorischen Alltag.

Was ist ein Workshop als Teamevent?

Ein Workshop als Teamevent ist ein Format, bei dem das Team gemeinsam praktisch an einer Aufgabe oder einem Thema arbeitet. Der Fokus liegt auf dem aktiven Tun. Input wird direkt angewendet, Erfahrungen entstehen im Prozess. Häufig gibt es am Ende ein sichtbares Resultat, etwa ein hergestelltes Produkt, ein gemeinsames Werk oder konkrete Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit.

Im Unterschied zu einer Schulung steht beim Workshop nicht zwingend das Erlernen einer langfristig anwendbaren Fachkompetenz im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, über eine konkrete Tätigkeit übergeordnete Fähigkeiten zu trainieren. Dazu gehören Zusammenarbeit, Abstimmung, Kommunikation und der Umgang mit neuen Situationen oder Materialien. Auch wenn die konkrete Tätigkeit später nicht weiterverfolgt wird, bleibt die gemachte Erfahrung relevant.

Als Teamevent eignet sich ein Workshop besonders, weil alle Teilnehmenden aktiv eingebunden sind. Es gibt keinen Frontalunterricht und kein passives Zuschauen. Die gemeinsame Aufgabe schafft einen natürlichen Rahmen für Austausch und Zusammenarbeit, auch über bestehende Rollen und Hierarchien hinweg. Professionelle Anleitung sorgt dafür, dass der Prozess strukturiert bleibt und alle eingebunden werden.

Ein Workshop lässt sich zudem gut mit anderen Elementen eines Teamevents kombinieren, etwa mit einem gemeinsamen Essen. Er kann aber auch bewusst für sich stehen, wenn das gemeinsame Erleben und Ausprobieren im Zentrum stehen soll.

Wann eignen sich Workshops besonders als Teamevent?

Workshops eignen sich für Teams, die bewusst einen anderen Rahmen als den Arbeitsalltag nutzen möchten. Durch die gemeinsame Auseinandersetzung mit einem neuen Thema entsteht ein Kontext, in dem Zusammenarbeit, Kommunikation und Abstimmung anders erlebt werden können. Das kann helfen, bestehende Routinen zu reflektieren oder neue Impulse zu setzen, unabhängig davon, wie gut ein Team aktuell funktioniert.

Für Teambuilding sind Workshops ebenfalls geeignet, weil sie eine gemeinsame Aufgabe vorgeben und damit Struktur schaffen. Der Austausch entsteht aus dem Tun heraus und nicht aus einer reinen Gesprächssituation. Das erleichtert Begegnungen zwischen Personen, die im Arbeitsalltag wenig Berührungspunkte haben, und unterstützt das gegenseitige Kennenlernen auf natürliche Weise.

Ein Workshop bietet sich zudem an, wenn ein Team offen dafür ist, Neues auszuprobieren. Unterschiedliche Fähigkeiten werden sichtbar, Rollen können sich situativ verschieben und Wertschätzung entsteht nicht nur über berufliche Funktionen, sondern über konkrete Beiträge im Moment.

Welche Ziele lassen sich mit Team Workshops verfolgen?

Workshops werden als Teamevent oft gewählt, ohne dass im Vorfeld eine klare Zielsetzung formuliert wird. Eine bewusste Zieldefinition kann dabei helfen, die passende Art von Workshop auszuwählen, Erwartungen zu klären und den maximalen Mehrwert aus dem Anlass zu holen.

Neue Teammitglieder integrieren

Ein Workshop kann genutzt werden, um neue Teammitglieder in ein bestehendes Team einzubinden. Durch die gemeinsame Arbeit an einer Aufgabe entstehen erste Berührungspunkte im Tun, ohne formelle Vorstellungsrunden.

Hemmungen und Hierarchien abbauen

In einem Workshop arbeiten alle an derselben Aufgabe. Formale Rollen treten dabei in den Hintergrund, was Begegnungen erleichtern kann, ohne Hierarchien explizit zu thematisieren.

Offene Kommunikation und Zusammenarbeit stärken

Ein Workshop bietet einen Rahmen, in dem Abstimmung, Entscheidungsfindung und Zusammenarbeit praktisch stattfinden. Kommunikation entsteht aus der gemeinsamen Aufgabe heraus.

Selbstvertrauen im Team fördern

Gemeinsam bewältigte Aufgaben oder erreichte Resultate können als positives gemeinsames Erlebnis wahrgenommen werden und das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit stärken.

Neue Themen oder Methoden einführen

Workshops eignen sich, um neue Themen, Denkweisen oder methodische Ansätze kennenzulernen. Der Fokus liegt auf dem ersten Zugang, nicht auf einer unmittelbaren Anwendung im Arbeitsalltag.

Individuelle Interessen und Stärken sichtbar machen

Auf persönlicher Ebene ermöglicht ein Workshop, neue Tätigkeiten auszuprobieren. Dabei können Interessen oder Fähigkeiten sichtbar werden, die im Arbeitsalltag keinen Platz haben.

Anerkennung und Wertschätzung ausdrücken

Ein Workshop kann bewusst als Zeichen der Anerkennung eingesetzt werden. Die gemeinsam investierte Zeit, die professionelle Anleitung und das gemeinsame Erlebnis vermitteln Wertschätzung, ohne dass dies explizit ausgesprochen werden muss.

Projektabschluss gemeinsam gestalten

Nach intensiven Projektphasen eignet sich ein Workshop, um einen gemeinsamen Abschluss zu schaffen. Der Fokus liegt dabei nicht auf dem Projektinhalt selbst, sondern auf dem gemeinsamen Erleben und dem bewussten Übergang in eine neue Phase.

Abschied oder Übergang markieren

Workshops können auch genutzt werden, um Abschiede oder Veränderungen im Team zu begleiten, etwa bei Rollenwechseln oder dem Weggang von Teammitgliedern. Das gemeinsame Tun schafft einen Rahmen, um diesen Übergang bewusst zu gestalten, ohne ihn zu formalisieren.

Ein gemeinsames Andenken schaffen

Viele Workshops führen zu einem konkreten Resultat, das von den Teilnehmenden mitgenommen werden kann. Dieses Andenken erinnert an die gemeinsam verbrachte Zeit und kann den Anlass über den Workshop hinaus präsent halten, unabhängig davon, ob es sich um einen Projektabschluss, einen Abschied oder einen Teamevent handelt.

Workshop-Arten für Teamevents

Workshops lassen sich in unterschiedliche Richtungen denken. Je nach Zielsetzung, Rahmenbedingungen und Interessen eignen sich verschiedene Arten von Workshops als Teamevent. Die folgende Übersicht dient als Inspiration für mögliche Formate.

Kulinarische Workshops

Kulinarische Workshops drehen sich um das gemeinsame Zubereiten oder Verarbeiten von Lebensmitteln. Das aktive Mitmachen steht im Vordergrund, häufig mit einem gemeinsamen Essen zum Abschluss. Neben dem Teamerlebnis können neue Rezepte, andere Ernährungsweisen oder ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln Teil des Workshops sein.

Handwerkliche Workshops

Handwerkliche Workshops ermöglichen einen Einblick in ein Handwerk. Die Teilnehmenden arbeiten mit Materialien, Werkzeugen oder Maschinen und stellen in der Regel ein konkretes Objekt her. Im Zentrum steht das praktische Tun und das gemeinsame Arbeiten, nicht handwerkliche Perfektion.

Künstlerische Workshops

Bei künstlerischen Workshops geht es um kreativen Ausdruck. Die Teilnehmenden gestalten ein Werk, individuell oder gemeinsam, und setzen sich mit Formen, Farben, Materialien oder Techniken auseinander. Der Prozess steht im Vordergrund, nicht das Ergebnis.

Teambuilding Workshops

Teambuilding Workshops sind gezielt auf die Zusammenarbeit im Team ausgerichtet und werden entsprechend aktiv gestaltet und angeleitet. Im Zentrum steht nicht ein fachlicher Inhalt, sondern die Frage, wie ein Team zusammenarbeitet.
Eine konkrete Aufgabe dient als Übungsgrundlage, um Kommunikation, Abstimmung, Rollenverhalten und Entscheidungsprozesse erlebbar zu machen. Der Fokus liegt auf dem gemeinsamen Arbeitsprozess, nicht auf dem Resultat.

Methodische Workshops

Methodische Workshops befassen sich mit konkreten Arbeitsweisen, Denkansätzen oder Vorgehensmodellen. Sie sind praxisorientiert und ermöglichen es, Methoden gemeinsam kennenzulernen und anzuwenden. Methodische Workshops können eine Einführung in weiterführende Entwicklungs- oder Weiterbildungsprozesse sein oder diese sinnvoll ergänzen.

Sport- und Bewegungsworkshops

Sport- und Bewegungsworkshops führen in eine Bewegungsform oder Sportart ein. Häufig handelt es sich um einen begleiteten Einstieg oder einen kompakten Überblick. Spass und gemeinsames Erleben stehen im Vordergrund, Wettkämpfe oder Wettbewerbe können einen sportlichen Abschluss bilden.

Nachhaltige Workshops

Nachhaltige Workshops setzen sich mit Umwelt, Ressourcen oder gesellschaftlichen Themen auseinander. Das kann durch praktisches Tun, gemeinsames Herstellen oder die Auseinandersetzung mit nachhaltigen Konzepten geschehen.

Gesundheits- und Sicherheitsworkshops

Gesundheits- und Sicherheitsworkshops thematisieren Prävention, Sicherheit oder gesundheitsförderndes Verhalten im Alltag oder im Arbeitsumfeld. Sie sind in der Regel niederschwellig gestaltet und für unterschiedliche Gruppen geeignet.

Wie wählst du den passenden Workshop aus?

Um den passenden Workshop als Teamevent zu wählen, lohnt es sich, einige grundlegende Fragen bewusst zu klären. Sie helfen dabei, aus den unterschiedlichen Workshop-Arten jene Formate zu identifizieren, die zur Situation des Teams und zum Anlass passen.

Welche Fragestellung oder welches Ziel steht im Raum?

Je nach Zielsetzung eignen sich unterschiedliche Workshop-Arten.
Geht es um Zusammenarbeit, Kommunikation oder Rollenverständnis, kommen Teambuilding Workshops in Frage.
Stehen Inspiration, Lernen oder neue Impulse im Vordergrund, können methodische, kreative oder nachhaltige Workshops passend sein.
Bei Anerkennung, Projektabschluss oder Abschied bieten sich Formate an, bei denen etwas Gemeinsames entsteht, etwa kulinarische, handwerkliche oder künstlerische Workshops.

Geht es um geselliges Zusammensein oder um inhaltliche Auseinandersetzung?

Soll vor allem Zeit miteinander verbracht werden, eignen sich Workshops mit Erlebnischarakter, etwa kulinarische oder kreative Workshops, ebenso wie klassische Teamevents.
Wenn zusätzlich ein inhaltlicher Fokus gewünscht ist, etwa auf Lernen, Austausch oder Reflexion, können methodische oder thematisch ausgerichtete Workshops sinnvoll sein.

Soll ein Ergebnis entstehen oder steht der Prozess im Vordergrund?

Bei Anlässen, bei denen ein sichtbares Resultat gewünscht ist, bieten sich kulinarische, handwerkliche oder künstlerische Workshops an.
Wenn der gemeinsame Arbeitsprozess wichtiger ist als das Resultat, etwa bei der Auseinandersetzung mit Zusammenarbeit oder Kommunikation, sind Teambuilding Workshops geeigneter.

Wie aktiv soll der Workshop sein?

Der gewünschte Aktivitätsgrad beeinflusst die Auswahl stark.
Für körperliche Aktivität eignen sich Sport- und Bewegungsworkshops.
Für ruhigeres, konzentriertes Arbeiten bieten sich handwerkliche, kreative oder methodische Workshops an.
Bei sehr gemischten Gruppen können niedrigschwellige Formate sinnvoll sein, bei denen alle auf ihrem Niveau teilnehmen können.

Wie viel Anleitung und Struktur wird benötigt?

Einige Workshops funktionieren gut mit einem offenen Rahmen, andere erfordern klare Struktur und Begleitung.
Teambuilding und methodische Workshops sind in der Regel stärker angeleitet.
Kulinarische, kreative oder handwerkliche Workshops lassen oft mehr Freiraum zu, ohne dass das Ziel des Anlasses verloren geht.

Ein passender Workshop zeichnet sich dadurch aus, dass Zielsetzung, Team, Rahmenbedingungen und Workshop-Art stimmig zusammenspielen.

Planung und Vorbereitung eines Workshop-Teamevents

Ist die Entscheidung für einen Workshop gefallen, entscheidet die Vorbereitung darüber, ob der Anlass den gewünschten Effekt erzielt. Dabei geht es weniger um Detailorganisation als um klare Absprachen, Rollen und Erwartungen.

Zielsetzung intern klären und kommunizieren

Bevor der Workshop konkret geplant wird, sollte intern geklärt sein, welches Ziel verfolgt wird. Geht es um Teambuilding, um einen gemeinsamen Abschluss, um Inspiration oder um einen Einstieg in ein neues Thema, beeinflusst das sowohl die Auswahl des Workshops als auch die Kommunikation an die Teilnehmenden. Eine klare Zielsetzung hilft, Missverständnisse zu vermeiden und den Anlass passend einzuordnen.

Workshops nicht als Weiterbildung verkaufen

Ein Workshop ersetzt keine formale Weiterbildung. Wenn Teammitglieder explizit den Wunsch nach Weiterbildung geäussert haben, sollte ein Workshop nicht als solche kommuniziert werden. Workshops können ergänzen, vorbereiten oder Impulse geben, erfüllen aber nicht die Erwartungen, die mit einer Qualifikation oder einem Zertifikat verbunden sind. Eine klare Abgrenzung schützt vor Enttäuschungen.

Rolle von Organisation und Moderation bewusst festlegen

Bereits in der Planung sollte geklärt werden, wer welche Rolle übernimmt. Gerade wenn die organisierende Person in einer Führungsposition ist, kann es sinnvoll sein, Moderation und Anleitung bewusst abzugeben. Eine neutrale oder externe Leitung schafft oft einen offeneren Rahmen und verhindert, dass bestehende Hierarchien den Workshop prägen.

Workshop-Thema mit Blick auf Teamdynamik wählen

Auch das Thema des Workshops beeinflusst die Dynamik. Wird ein Workshop gewählt, der stark im fachlichen Metier einzelner Personen liegt, kann dies bestehende Ungleichgewichte verstärken. Ein fachfremdes Thema bietet hingegen die Möglichkeit, dass alle Teilnehmenden auf ähnlichem Niveau starten oder dass andere Teammitglieder ihre Stärken zeigen können. Das kann bewusst genutzt werden, um Rollen temporär zu verschieben.

Ablauf, Gruppeneinteilung und Zeitrahmen abstimmen

Der Ablauf sollte im Vorfeld mit dem Anbieter besprochen werden. Dazu gehören Fragen zur Gruppeneinteilung, zum Wechsel zwischen Gruppen sowie zu Pausen und Zeitfenstern. Wird die Gruppenbildung den Teilnehmenden überlassen, arbeiten häufig die gleichen Personen zusammen wie im Alltag. Eine gezielte Einteilung kann neue Begegnungen ermöglichen.

Erwartungen, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen klären

Teilnehmende sollten vorab wissen, was sie erwartet. Dazu zählen Informationen zu Aktivitätsniveau, benötigter Ausrüstung, Vorkenntnissen oder Sicherheitsaspekten. Ebenso wichtig ist die klare Kommunikation, dass niemand zu etwas verpflichtet ist. Ein Teamevent dient dem gemeinsamen Erleben, nicht der Blossstellung einzelner Personen.

Workshops als Teamevent gezielt nutzen

Ein Workshop als Teamevent ist dann sinnvoll, wenn Ziel, Team und Rahmenbedingungen zusammenpassen. Er bietet die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu erarbeiten, neue Perspektiven kennenzulernen oder Zusammenarbeit gezielt zu thematisieren, ohne den Anspruch, klassische Teamevents oder formale Weiterbildungen zu ersetzen. Entscheidend ist, dass der Anlass zur Situation des Teams passt und klar eingeordnet wird.

Wenn du nach konkreten Ideen suchst, kannst du dich von unterschiedlichen Workshop-Angeboten für Gruppen und Teams inspirieren lassen. Auf Mein Ausflug findest du eine Übersicht mit Workshops aus verschiedenen Bereichen. Zu jedem Angebot kannst du weitere Informationen abrufen und eine unverbindliche Anfrage stellen, indem du auf das jeweilige Bild klickst.