Illustration eines Buffets mit verschiedenen Speisen in Schüsseln und auf Platten. Zwei abstrahierte Personen sind von hinten zu sehen und bedienen sich mit Schöpfbesteck.

Teamevent Essen planen: Ernährungsweisen und Einschränkungen im Überblick

Vegetarisch, vegan, halal, laktosefrei: In den meisten Teams kommen verschiedene Ernährungsweisen zusammen, und bei der Planung des Teamevents stellt sich die Frage, wie alle satt werden. Du erfährst, wie du respektvoll herausfindest, wer in deinem Team was isst, was die gängigsten Ernährungsweisen und Einschränkungen bedeuten und welche Alternativen sich jeweils anbieten. Dazu kommen typische Fehler, die du bei der Essensplanung vermeiden kannst, und Ansätze für Teams mit besonders unterschiedlichen Bedürfnissen. Mit der richtigen Abfrage und etwas Grundwissen ist es nicht schwer, allen gerecht zu werden.

Der Termin für den Teamevent steht, die Location ist gebucht. Jetzt beginnt die Detailplanung und die Absprache mit dem Veranstalter. Falls bei eurem Teamevent Essen angeboten werden soll, ist spätestens jetzt der richtige Moment, um daran zu denken, wer im Team was isst und was nicht.

Damit sind nicht Geschmackspräferenzen gemeint, etwa "ich mag keine Peperoni", so nett es ist, auch das zu berücksichtigen. Gemeint sind Ernährungsweisen und Einschränkungen aufgrund von Allergien, Unverträglichkeiten oder ethischen und religiösen Gründen. Diese zu respektieren zeigt Rücksicht auf die Teilnehmenden, ihre Entscheidungen und teilweise auch ihre Gesundheit.

Wer beim Teamevent das Essen plant, muss dafür kein Ernährungsprofi sein: Mit der richtigen Abfrage im Team und etwas Grundwissen zu den gängigsten Ernährungsweisen werden alle satt.

Wie du herausfindest, wer im Team was isst

Bevor du das Essen fürs Teamevent bestellst, brauchst du die Angaben aus dem Team. Die folgenden Ansätze helfen dir, diese Infos von Anfang an in die Planung einfliessen zu lassen.

Bestehende Infos prüfen

Gibt es bereits Angaben, zum Beispiel vom letzten Teamevent, oder weil ihr schon mal zusammen gegessen habt? Geh nicht automatisch davon aus, dass diese noch stimmen. Nutze sie stattdessen als Ausgangslage: Liste die bekannten Präferenzen auf und bitte dein Team um Ergänzung oder Widerspruch, falls sich etwas geändert hat.

Bestehende Tools und Dokumente nutzen

Vielleicht habt ihr bereits ein Planungsdokument, zum Beispiel eure Terminabstimmung in einem internen Organisationstool. Nutze das Tool auch für Angaben zu Ernährungspräferenzen und Allergien, statt eine separate Abfrage aufzusetzen.

Die Sensibilität der Abfrage einschätzen

Manche Angaben sind heikel. Bereits die blosse Nennung der eigenen Ernährungsweise kann sich exponierend anfühlen, auch ohne Begründung. Dazu kann eine öffentliche Abfrage Mutmassungen auslösen, etwa: Warum isst Kollegin X keinen rohen Fisch, ist sie vielleicht schwanger?

Schätze deshalb ein, wie vertraut das Team miteinander ist. Sind neue Mitglieder dabei, oder Personen, die zurückhaltend mit persönlichen Infos sind? Weisst du als Organisator:in bereits von vertraulichen Infos zu einzelnen Personen, zum Beispiel weil du im HR tätig bist, die eine öffentliche Abfrage ungewollt offenlegen würde?

Je nach Einschätzung ist eine private Erhebung besser als eine öffentliche: ein Tool, das Angaben nur für dich sichtbar macht, oder die Bitte, dir Einschränkungen bis zu einem Stichtag direkt mitzuteilen. Im Zweifel ist die direkte, private Angabe die sicherere Wahl.

Einen Katalog statt einer offenen Frage anbieten

Frag nicht offen, ob es Einschränkungen gibt. Das bringt die vermeintlichen Abweichler in die Bringschuld, sich von sich aus zu melden. Präsentiere stattdessen einen Katalog zum Ankreuzen, in dem alle Teilnehmenden gleichwertig angeben, wie sie sich ernähren: Carnivor, Vegetarisch, Vegan, Pescetarisch, Koscher, Halal und so weiter. So gibt es keinen impliziten Normalfall, von dem einzelne abweichen müssten. Für Allergien lohnt sich ein separates Eingabefeld.

Hol dir Feedback zum konkreten Plan

Sobald ein grober Rahmen feststeht, zum Beispiel ein gemeinsames Fondue mit einer veganen Alternative, teile diesen provisorischen Plan mit dem Team. Fordere aktiv dazu auf, ein Veto einzulegen, falls das nicht reicht. Dabei kannst du direkt fragen, was sich die jeweilige Person wünscht, etwa wenn jemand vegan lebt und wegen einer zusätzlichen Nussallergie eine bestimmte vegane Option nicht essen kann.

Der Vorteil: Wer nur zu einem konkreten Plan Rückmeldung gibt, statt pauschal alle Einschränkungen offenzulegen, kann irrelevante Informationen für sich behalten.

Welche Ernährungsweisen und Einschränkungen gibt es?

Die folgenden neun Kategorien sind die häufigsten Ernährungsweisen und Einschränkungen, mit denen du bei einem Teamevent rechnen kannst. Sie schliessen sich nicht gegenseitig aus: Eine Person kann sich zum Beispiel halal ernähren und gleichzeitig laktoseintolerant sein. Frag bei der Abfrage im Team deshalb auch nach solchen Kombinationen.

Vegetarisch

Vegetarier:innen essen keine toten Tiere: kein Fleisch, keinen Fisch, keine Meeresfrüchte. Eier und Milchprodukte werden gegessen (die Unterformen Ovo-Lakto-, Lakto- und Ovo-Vegetarismus unterscheiden sich nur darin, ob Eier, Milchprodukte oder beides dazugehören). Auch Gelatine ist nicht vegetarisch, da sie aus Knochen oder Häuten hergestellt wird. Besonders bei Süssspeisen lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste.

Die Gründe für eine vegetarische Ernährung sind gesundheitlicher, ethischer oder ökologischer Natur.

Als Alternativen zum Fleisch bieten sich Pilze, Käsespeisen, Sojavariationen oder Hülsenfrüchte an. Wichtig: Die Alternative soll ein eigenständiger Hauptbestandteil auf dem Teller sein und nicht einfach eine grössere Portion der Gemüsebeilage.

Pescetarisch

Pescetarier:innen essen kein Fleisch von Landtieren, dafür Fisch und Meeresfrüchte.

Als Hauptbestandteil eignet sich entsprechend Fisch. Für alles andere gilt meist dasselbe wie bei Vegetarier:innen.

Vegan

Veganer:innen verzichten auf alle tierischen Produkte: Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte sowie Honig.

Die Beweggründe sind meist ethisch (Tierwohl), teils auch ökologisch oder gesundheitlich.

Als Alternativen eignen sich Tofu, Seitan, Hülsenfrüchte oder pflanzliche Fleischersatzprodukte. Bei Saucen, Dressings und Gebäck lohnt sich ein Blick auf versteckte tierische Zutaten wie Honig, Gelatine oder Butter.

Laktosefrei

Bei einer Laktoseintoleranz werden Milch, Joghurt, Sahne, Quark und viele Käsesorten gemieden, ebenso Produkte mit zugesetztem Milchzucker. Der Grund ist ein Mangel am Enzym Laktase, das den Milchzucker aufspaltet. Es handelt sich um eine Unverträglichkeit, nicht um eine Allergie.

Ein verbreiteter Irrtum: Schaf- und Ziegenmilch enthalten ähnlich viel Laktose wie Kuhmilch und sind deshalb keine automatische Alternative. Verwechselt wird die Laktoseintoleranz hier mit der Kuhmilcheiweiss-Allergie, bei der Ziegen- oder Schafmilch tatsächlich besser vertragen werden kann. Das ist aber eine andere Diagnose.

Laktosefreie Milchprodukte im Handel sind übrigens normale Milchprodukte, denen Laktase zugesetzt wurde. Wer möchte, kann Laktase auch als Tablette vor dem Konsum regulärer Milchprodukte einnehmen. Ob das für die jeweilige Person infrage kommt, klärst du am besten direkt mit ihr, statt es vorauszusetzen.

Als Alternativen eignen sich pflanzliche Milchalternativen (Hafer, Soja, Mandel), laktosefreie Milchprodukte, lange gereifter Hart- und Schnittkäse wie Bergkäse oder Parmesan, Butter, oder Sorbet statt Milcheis. Bei Käsefondue und ähnlich laktosereichen Gerichten lohnt sich eine eigene, laktosefreie Variante.

Glutenfrei / Zöliakie

Bei Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit werden Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel und verwandte Getreide gemieden. Hafer ist ein Sonderfall: von Natur aus glutenfrei, aber durch Anbau und Verarbeitung oft mit glutenhaltigem Getreide verunreinigt. Nur als glutenfrei zertifizierter Hafer gilt als sicher.

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Gluten die Dünndarmschleimhaut schädigt. Schon kleinste Mengen können Beschwerden auslösen. Achte deshalb auf Kreuzkontamination, etwa durch ein gemeinsames Brotmesser oder Frittieröl, das auch für panierte Speisen verwendet wurde.

Als Alternativen eignen sich glutenfreie Brot- und Beilagenoptionen sowie von Natur aus glutenfreie Zutaten wie Reis, Mais, Hirse, Buchweizen, Quinoa, Amaranth oder Kartoffeln.

Nussallergie

Bei einer Nussallergie wird die auslösende Nuss- oder Erdnusssorte gemieden, bei einer starken Allergie oft vorsorglich alle Nüsse. Nüsse verstecken sich häufig in Gebäck, Schokolade, Nougat, Pesto, Marzipan, manchen Wurstwaren und Müsli.

Es handelt sich um eine echte Nahrungsmittelallergie, die im schlimmsten Fall zum anaphylaktischen Schock führen kann. Das macht diese Einschränkung ernster als die meisten anderen in dieser Übersicht. Nimm Kreuzkontamination entsprechend ernst, etwa bei gemeinsam genutzten Schneidebrettern oder offenen Nussschalen am Buffet.

Als Alternativen eignen sich Sonnenblumen- oder Kürbiskerne als Topping und eine klare nussfreie Kennzeichnung. Bei einer starken Allergie sprichst du am besten direkt eine separate Zubereitung an.

Halal

Halal bezeichnet, was nach islamischen Speisevorschriften zulässig ist. Gemieden werden Schweinefleisch und alle daraus hergestellten Produkte (auch Gelatine oder Schmalz), ebenso Blut und Blutprodukte, Alkohol sowie Fleisch von nicht rituell geschlachteten Tieren oder von Raubtieren und Raubvögeln.

Erlaubt ist Fleisch von Pflanzenfressern wie Rind oder Schaf sowie Geflügel, sofern die Tiere rituell geschlachtet wurden. Fisch gilt bei den meisten sunnitischen Richtungen als erlaubt.

Ein einheitliches Halal-Zertifikat gibt es nicht. Frag bei der Beauftragung eines Caterers deshalb gezielt nach Zertifizierung oder Herkunft des Fleisches. Im Zweifel ist es einfacher, auf Fleisch zu verzichten. Achte zusätzlich auf Alkohol in Saucen und Desserts.

Koscher

Koscher bezeichnet, was nach jüdischen Speisegesetzen zulässig ist. Tabu sind Schweinefleisch, Pferd, Kaninchen, Raubtiere und Raubvögel sowie Meerestiere ohne Flossen und Schuppen (etwa Muscheln, Krebse, Hummer oder Aal). Auch der Verzehr von Blut ist untersagt.

Eine zentrale Regel ist die strikte Trennung von Fleisch- und Milchprodukten, inklusive unterschiedlichem Geschirr und Wartezeiten zwischen den Mahlzeiten.

Erlaubt ist rituell geschlachtetes koscheres Fleisch sowie Fisch mit Flossen und Schuppen, der als neutral („parve“) gilt. Am einfachsten ist koscher zertifiziertes Catering. Bei Unsicherheit bieten sich parve oder vegetarische Optionen an, die den Fleisch-Milch-Konflikt von vornherein umgehen.

Hinduistische Ernährung

Für alle Hindus gilt: kein Rindfleisch, da die Kuh als heilig gilt. Viele leben darüber hinaus ganz vegetarisch.

Der Grund fürs vegetarische Leben ist meist das Prinzip Ahimsa (Gewaltlosigkeit) sowie der Glaube an Wiedergeburt.

Uneinheitlich ist, ob zusätzlich Schweinefleisch oder Geflügel gemieden werden, oder bestimmte Gemüse wie Zwiebeln und Knoblauch, die als „unrein“ oder „erhitzend“ gelten. Da es kein einheitliches Regelwerk gibt, lohnt sich eine kurze Rückfrage.

Als Alternativen eignen sich dieselben Zutaten wie bei Vegetarisch: Pilze, Käsespeisen, Sojavariationen oder Hülsenfrüchte.

Häufige Fehler bei der Essensplanung fürs Teamevent

Die folgenden Punkte sind typische No-Gos und Fehltritte bei der Essensplanung, die sich mit wenig Aufwand vermeiden lassen.

Die Ernährungsweise zum Talking Point machen

Die Ernährungsweise von Teilnehmenden wird zum Gesprächsthema oder Witz gemacht, Entscheidungen werden infrage gestellt. Betroffene müssen ihre Ernährungsweise oft nur deshalb explizit ansagen, weil sie nicht dem Standard entspricht, nicht aus Bekehrungsdrang. Neugieriges, unbewertendes Nachfragen ist unproblematisch. Blöde Sprüche oder ein „das könnte ich niemals“ sind es nicht, das haben die meisten schon zigfach gehört. Ein absolutes No-Go sind intime Vermutungen wie „Bist du schwanger?“ oder „Machst du Diät?“.

Das Gefühl vermitteln, mühsam zu sein

Wer sich für seine Ernährungsweise rechtfertigen muss oder zu spüren bekommt, Unannehmlichkeiten zu bereiten, kommt beim nächsten Teamevent vielleicht nicht mehr mit.

Zu wenig klar deklarieren

Fehlt eine klare Deklaration, steigt das Risiko, dass jemand unwissentlich etwas isst, das er nicht essen möchte oder verträgt. Oder die Person muss sich die Infos mühsam selbst zusammensuchen, was ebenfalls unangenehm ist. Eine klare Beschilderung hilft, zum Beispiel „Auf diesem Tisch ist alles vegan“. Ebenso wichtig ist ausreichend eigenes Schöpfbesteck pro Gericht: Der Löffel aus dem Wurstsalat sollte nicht im veganen Linsensalat landen.

Vielfalt nur für die Mehrheit anbieten

Bei einem Grillevent stehen für Fleischesser:innen mehrere Wurst- und Steaksorten bereit, für Vegetarier:innen gibt es exakt eine Option, zum Beispiel Halloumi. Auch innerhalb einer Ernährungsweise gibt es individuelle Vorlieben und teils zusätzliche Einschränkungen, etwa wenn jemand Vegetarier und zusätzlich laktoseintolerant ist.

Die Mengenplanung am Buffet unterschätzen

Bei Buffets, Grillevents oder Apéros wird oft übersehen, dass auch alle anderen von den „alternativen“ Optionen essen, etwa vom Salat, der vegetarischen Pizza oder dem Grillgemüse. Die eigentlich für eine bestimmte Gruppe gedachten Portionen sind dann nicht wirklich reserviert: Wer darauf angewiesen ist, bleibt bei einer Portion, während alle anderen problemlos nachschöpfen. Bei Service am Platz mit vorbestelltem Menü ist dieses Risiko deutlich kleiner, da die Portionen individuell zugeteilt sind.

Beim Restaurantbesuch annehmen, es passt schon für alle

Wird à la carte bestellt, geht man oft davon aus, dass das Restaurant für alle etwas bietet. Das mag in grösseren Städten zutreffen, ist aber in ländlicheren Regionen oder Restaurants mit spezifischer Küche nicht verlässlich. Zwar wird heute meist an eine vegetarische Option gedacht, diese ist aber häufig sehr käselastig und schliesst Veganer:innen sowie laktoseintolerante Personen trotzdem aus.

Einen eigenen Planungsfehler falsch handhaben

Ein Irrtum kann passieren, etwa eine falsche Annahme oder eine falsch eingeplante Gruppe. Entscheidend ist der Umgang danach: Schuldzuweisungen helfen niemandem weiter. Gefragt ist Schadensbegrenzung, zum Beispiel zusätzliches Essen bestellen, einen Teil des vorhandenen Essens gezielt für die betroffene Gruppe zurückhalten, oder einen Rabatt anbieten. Die Verantwortung liegt in diesem Moment bei der Organisation oder dem Dienstleister, unabhängig davon, wo in der Kommunikationskette der Fehler entstanden ist, sofern die betroffene Person ihre Einschränkung rechtzeitig mitgeteilt hatte.

Wenn das Team sehr unterschiedliche Einschränkungen hat

Manchmal kommen in einem Team so viele unterschiedliche Ernährungsweisen und Einschränkungen zusammen, dass ein normales Menü mit ein paar Anpassungen kaum praktikabel ist. Für diesen Fall helfen folgende Ansätze.

Ein grosses Buffet mit vielen Optionen

Eine grosse Auswahl deckt viele Ernährungsweisen gleichzeitig ab, sodass für alle im Team etwas Passendes dabei ist. Achte darauf, dass von jeder Option genug vorhanden ist. Kleine Randnotiz: Viel Auswahl bedeutet auch mehr Reste. Denk im Vorfeld kurz an Verwertung oder Mitnahme, Veranstalter haben hier oft Erfahrungswerte.

Pot-Luck: Alle bringen etwas mit

Jede:r bringt etwas mit, das er oder sie selbst gut verträgt, und teilt es mit den anderen. So können alle mindestens ihr eigenes Essen bedenkenlos geniessen. Damit nicht nur Hörnlisalat und Chips auf dem Tisch landen, frag im Vorfeld ab, wer was mitbringt, und sammle das in einem gemeinsamen Dokument. Diese Variante ist zudem budgetfreundlich, etwa wenn nur eine Aktivität gebucht und die Verpflegung selbst organisiert wird. Kläre aber unbedingt, ob vor Ort Infrastruktur für Selbstverpflegung verfügbar und nutzbar ist. Viele Anbieter inkludieren die Verpflegung zwingend im Angebot.

Ein Event ohne gemeinsame Verpflegung

Ein Teamevent muss nicht zwingend ein gemeinsames Essen beinhalten. Damit niemand hungert, kommuniziere früh genug, dass es ein Anlass ohne Essen wird, so können alle satt kommen oder eigene Snacks mitbringen. Am einfachsten ist es, wenn das Zeitfenster so liegt, dass keine Mahlzeit hineinfällt, etwa eine Aktivität am Nachmittag nach dem Mittagessen. Bonus: Kleine Snacks, die du selbst mitbringst, kommen bei einem essensfreien Event gut an. Auch dabei gilt es, Unverträglichkeiten abzuchecken, das ist aber weniger kritisch, wenn ohnehin niemand Essen erwartet hat und es nur um Snacks wie Obst, Gemüsesticks oder etwas Gebäck geht.

Einen Ort mit vielen Auswahlmöglichkeiten aufsuchen

Sucht einen Ort auf, an dem viele verschiedene Essensangebote nebeneinander verfügbar sind, zum Beispiel eine Innenstadt mit vielen Take-Away-Optionen in Laufdistanz oder ein Anlass wie ein Street-Food-Festival. Ein mögliches Modell: Jede:r erhält ein Budget und holt sich, worauf er oder sie Lust hat und was zur eigenen Ernährungsweise passt. Das bietet sich besonders an, wenn ohnehin ein Besuch einer Veranstaltung wie eines Festivals oder einer Messe geplant ist. Plane genug Zeit ein und leg, falls gewünscht, einen Treffpunkt für das gemeinsame Essen fest.

Gemeinsam Essen bestellen

Die bequeme Alternative zum vorherigen Punkt, falls euer Standort von vielen Lieferdiensten bedient wird: Entweder bestellt jede:r individuell auf einen festgelegten Zeitpunkt, oder es gibt eine Kollektivbestellung bei einem Anbieter mit grosser Auswahl.

Auf die Erfahrung eines Caterers oder Gastronomen verlassen

Anbieter, die Verpflegung als Teil ihres Angebots führen, haben Erfahrung mit Unverträglichkeiten und Ernährungsweisen. Kommuniziere die im Team vertretenen Einschränkungen und Präferenzen klar und rechtzeitig. Am hilfreichsten sind konkrete Angaben: Anzahl Personen pro Kategorie, Kombinationen (etwa Halal und gleichzeitig glutenfrei) und ein Hinweis, falls jemand empfindlich auf Kreuzkontamination reagiert. Mit diesen Angaben können Anbieter allen Anforderungen gerecht werden.

Konsequent vegan anbieten als gemeinsamer Nenner

Beziehen sich die Einschränkungen im Team hauptsächlich auf tierische Produkte, zum Beispiel eine Mischung aus vegetarisch, vegan, pescetarisch oder religiösen Speisevorschriften wie Halal, Koscher oder hinduistisch, und nicht auf Allergien oder medizinische Einschränkungen wie eine Glutenunverträglichkeit, deckt ein durchgehend veganes Angebot alle diese Fälle gleichzeitig ab.

Fazit

Es ist nicht schwer, dafür zu sorgen, dass alle im Team etwas zu essen finden und satt werden, wenn du dich rechtzeitig erkundigst und entsprechend vorbereitest. Der Trick dabei: Keine Ernährungsweise als Normalfall behandeln, von dem einzelne abweichen und sich extra anmelden müssen, sondern alle im Team gleichwertig angeben lassen, was für sie gilt, ganz gleich in welche Richtung.